Who's that Sir?

Sir Gabriel Dellmann entwickeln zu aktuellen gesellschaftlichen Problemstellungen neue Texte und erproben spartenübergreifende Darstellungsformen, indem Sie z.B. neue Soft- und Hardware auf ihre performativen Möglichkeiten testen.

Im Zentrum steht die Frage „Wie wollen wir leben?“ – die sich auch in der Umsetzung widerspiegelt. Ihre Ästhetiken entstehen in einem Spannungsfeld zwischen Licht- , Sound- und Videoinstallationen, diskursiven Texten und darstellendem Spiel. Die Wucht der inhaltlichen Konflikte findet ihre Analogie in Bilderfluten und Beat.

Oft wird das Live-Erlebnis ins Zentrum gesetzt - spielerisch soll erfahrbar werden, welches Missverhältnis zwischen den verfassungsmäßigen Grundsätzen und dem realen Erleben der Bürger und dem Handeln der Entscheidungsträger besteht.

 

Grundsätzlich versuchen SGD herauszufinden, in welcher Gestalt "Theater" auftreten kann/muss, um ein attraktiver Ort für Diskurs und Debatte, Spasss und Auseinandersetzung zu sein. Dies interessiert SGD insbesondere in Hinblick auf eine Zeit, in der eine klischeehafte Meinung über "das Theater" weit verbreitet ist, welche dem Theater diese Attraktivität abspricht. Austausch und Kooperation sind dabei wichtige Grundlagen. 

 

„Sir Gabriel Dellmann treibt erneut das Theater aus seiner bildungsbürgerlichen Wohlfühl-Ecke. Mit allergrößter Freude werden die üblichen Grenzen eingerissen.“ Kölnische Rundschau 2015

 

„Das freie Theaterkollektiv dringt tiefer ein in die pseudo-demokratische Welt, in der es sich die westliche Durchschnittsexistenz gemütlich gemacht hat.“ HEINZ 2014

 

ENSEMBLE

 

 

Björn Gabriel

Regisseur – Autor – Produzent - Schauspieler

 

2006 erhält Björn Gabriel sein Diplom an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Hamburg und arbeitet zunächst als Darstellungsbeamter in Festanstellung. Seit 2009 arbeitet er als freischaffender Regisseur, z.B. für das Staatsschauspiel Dresden, das Theater Oberhausen, Theater Dortmund, Schlosstheater Moers, Mainfranken Theater Würzburg und das Landestheater Linz.

Für das Staatsschauspiel Dresden dramatisiert und inszeniert er Harriet Köhlers Romandebüt „Ostersonntag“ und  am Theater Oberhausen „Der Weg zum Narrenhaus ist nicht so lang“ nach Georg Büchners „Leonce und Lena“. Am Theater Dortmund bringt er  2011 „Sauerstoff“ von Iwan Wyrypajew auf die Bühne und 2012 seine Bearbeitung von „Werther - nach einem Briefroman von Goethe". Ebenfalls 2012 gründet er mit Stefanie Dellmann das freie Theaterkollektiv "Sir Gabriel Dellmann" und inszeniert „Kampf des Negers und der Hunde – eine intermediale Empörung nach Koltés“ (nominiert für den Kölner Theaterpreis), 2013 „Dantons Dilemma“ (nominiert für den Kölner Theaterpreis, Inszenierung des Monats Februar in Köln, deutscher Beitrag auf dem Festival Theaterszene Europa, sowie bei dem Festival zum 40-jährigen Bestehen des Kultursekretariates NRW), 2014 „The Great Democracy Show – it’s unbelievable“ (2015 mit dem Petra Meurer Preis für innovative Theaterprojekte prämiert, nominiert für den Kölner Theaterpreis und 2015 eingeladen zum Theaterfestival Kaltstart Hamburg und den Heidelberger Theatertagen). Im September 2015 folgt die Inszenierung „Wohin des Weges – Volksvertreter?“, 2016 die Premiere von „Poser (sic!) – Gebt Gedankenfreiheit!“ (eingeladen zum Theaterfestival Favoriten 2016).

 

 

Anna Marienfeld

Produzentin – Videokünstlerin - Projektmanagerin

 

Geboren und aufgewachsen in Dortmund. Nach ihrer Ausbildung in Tanz, Gesang und Schauspiel an der Stage School Hamburg entscheidet sie sich für die Arbeit hinter der Bühne, hospitiert im Bereich Dramaturgie am Schauspiel Dortmund und studiert dann Angewandte Literatur- und Kulturwissenschaften an der TU Dortmund und in Istanbul. Während ihres Studiums arbeitet sie drei Jahre lang als Tutorin am Institut für Deutsche Sprache und Literatur. 2010 und 2011 gehört sie zur organisatorischen Leitung des Nachtflohmarkt Dortmund sowie Shorts Attack - Das Kurzfilmfestival. Bei Sir Gabriel Dellmann ist sie für die Produktionen seit 2012 zuständig, seit 2015 für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Theater im Depot und seit 2016 die künstlerische und organisatorische Leitung der Petra Meurer Theatertage.  Als Videokünstlerin arbeitet Sie für Sir Gabriel Dellmann und diversen Produktionen an Stadt- und Staatstheatern.

 

 

Stefanie Dellmann

Stefanie Dellmann ist 1983 in Herne geboren. Ihre Arbeit am Theater beginnt sie am Schauspielhaus Bochum, dem sie bis 2005 treu bleibt. 2006 bis 2009 ist sie Bühnenbildassistentin am Theater Oberhausen. Seit dem Jahr 2009 arbeitet sie als freie Bühnenbildnerin vorwiegend im Großraum Ruhrgebiet und stattet Produktionen an Stadttheatern sowie freie Projekte aus. Szenenbilder für verschiedene Kurzfilmproduktionen, Kostümbilder und diverse Installations- und Performance-projekte runden ihr Profil ab.
In enger Zusammenarbeit mit den Regisseuren, Kostümbildnern und nicht zuletzt den Schauspielern schafft sie in ihren Bühnenbildern Assoziationsräume, Bilderwelten und  Spielplätze gleichermaßen. Weniger durch einen einheitlichen Stil als vielmehr durch die Abwesenheit desselben gekennzeichnet, bildet jedes Bühnenbild einen eigenen Kosmos, der detailverliebt und eher überbordend als minimalistisch verschiedenste Welten zitiert. Durchaus gibt es dabei konkrete Hinweise auf das jeweilige Stück oder die Performance, doch wird hierbei noch genug Raum für das eigenen Denken und Sehen gelassen. Die Grundidee offenbart sich weder über das Naheliegende noch über das allzu Entfernte: der Zuschauer darf das Geheimnis der Bühne über seine Assoziationen selbst entdecken. In über 20 Produktionen hat sie eng u.a. mit Christian Quitschke, Otto Beatus, Björn Gabriel, Samir Akika, Gerburg Jahnke und Holger Bergmann zusammengearbeitet. Außerdem ist sie Mitbegründerin und Mitproduzentin des Theaterensembles "Sir Gabriel Dellmann". 

 

Die Videokünstler Mario Simon und Björn Nienhuys haben ihren Schwerpunkt in verschiedenen Bereichen der Bildenden Kunst. Ihr Betätigungsfeld konzentriert sich zunehmend auf den Bereich der audivisuelle Gestaltung.

 

Fiona Metscher, Martin Hohner, Aischa-Lina Löbbert, Matthias Hecht, Annika Meier, Christoph Jöde, Matthias Kelle und Jennifer Frank arbeiten als freie SchauspielerInnen an Freien-, Stadt - und Staatstheatern (z.B.:  Schauspiel Köln, Art Theater und FWT (Köln), studiobühneköln, Volksbühne Berlin, Hamburger & Bochumer Schauspielhaus, Theater Oberhausen, Theater im Depot & Schauspiel Dortmund, HAU Berlin, ...)