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Hamlet an der Schmerzgrenze

Ruhr Nachrichten, 23. Oktober 2017

 

"Eine schonungslose Konfrontation mit dem Irrsinn der globalisierten Welt und ihren haarsträubenden Ungleichheiten. Wenn Bildzitate aus den apokalyptischen Werken Hieronymos Boschs auf der Leinwand und die mit wahnsinniger Inbrunst vorgetragenen Textfetzen aufeinanderprallen, dann bricht sie für einen Moment lang auf, die Betäubung, mit der sich so mancher Wohlstandseuropäer in seiner Komfortzone eingerichtet hat." 

 

 

 

Hamlet in der Mausefalle

Trailer Ruhr, 26. Oktober 2017

„Hamlet“-Parcours im Dortmunder Depot – Theater Ruhr 11/17

Sieben Zwerge, sieben Wunder, sieben Tage, sieben Projektionsflächen. Eine Zahl, in Asien bedeutet sie Unglück, eine Mauer im Dortmunder Depot. Ein multimedialer Parcours nach Shakespeare soll durch sie hindurch führen. Hindurch in eine andere Realität, Drogenexzesse, virtuelle Welten? Die drei Hamlets da auf der Bühne warten jedenfalls auf ihre OP, das letzte Hemdchen schon auf den Schultern, wehren sie sich noch, nur wissen sie nicht wovor. Die Informationen prasseln. Wir sind das Volk, wir werden sie jagen, Deutschland ist Weltmeister, Video-Performing, alte Meister sind das Fundament der Kultur? Beileibe nicht, auch sie sind nur Kinder eines ewigen Marktes. Das Zeitalter der Überforderung macht keine Gefangenen, es hinterlässt nur Opfer. Hamlet. Sein Vater hat sich in den Kopf des Sohnes gegraben und lässt die Gedanken nicht mehr frei (...) mehr lesen

 

Trailer Ruhr, 28.09.2017:  

 

DO: Hamlet, Depot

Fr 20.10. (P), Sa 21.10. 20 Uhr

 

2017 sind die Zeiten, in denen ein tragischer Prinz allein mit einem Schädel brabbelnd auf der Bühne hockte, endgültig vorbei. Statt Dialog mit Yorick lässt das Künstlerduo Sir Gabriel Trafique bei seiner Inszenierung mit dem Untertitel „Ein multimedialer Parcours nach Shakespeare“ gleich drei Hamlet-DarstellerInnen in Interaktion mit Live-Videos, Installationen und den loopartigen Trip-Hop Beats der Band AniYo Kore treten. Der audiovisuelle Overkill ist dabei aber nicht nur Mittel zum Zweck im Zeitalter der Digitalisierung. Inhaltlicher Ausgangspunkt ist die These, dass etwas faul im Staate ist und Panikmache vor einem diffusen, äußeren Feind die Gesellschaft wieder kitten soll. Shakespeare ist halt zu Recht unkaputtbar und wirft derart aktualisiert noch immer wichtige Fragen über Macht und Moral auf.

 

 

PREMIERE: HAMLET

EIN MULTIMEDIALER PARCOURS NACH SHAKESPEARE
VON SIR GABRIEL TRAFIQUE
SOUNDTRACK VON ANIYO KORE

 

Sir Gabriel Trafique (the artist formerly known as Sir Gabriel Dellmann) setzen Ihre Erforschung der gesellschaftlichen Umstände fort. Selbstredend im multimedialen Gewand, unterstützt durch popkulturelle Verführungen, Live-Video, Beats, Trash und schnelle Schnitte.

 

Die Zeit scheint aus den Fugen. Drei Hamlets suchen nach einem würdevollen Sein oder Nichtsein und finden Orientierung an Shakespeares Klassiker. Unter Anleitung eines digitalen Orientierungssystems wagen sie ein Experiment über das Mensch-Sein. Was ist die Quintessenz von diesem Staub? Wie geht es moralisch verantwortlich zu leben - zwischen den unübersichtlichen Parametern des 21. Jahrhunderts, im Wirbel der unendlichen Möglichkeiten?

 

Die Protagonisten müssen wählen: Zwischen möglichen Realitäten, zwischen persönlichen Zwängen und der Notwendigkeit politischen Handelns, zwischen Machterhalt und moralischer Verantwortung.

 

Akustische Unterstützung bekommen Sir Gabriel Trafique von der Band AniYo Kore, die sich musikalisch in atmosphärische Untiefen begeben haben, um einen einzigartigen Soundtrack zu kreieren, wie er dem Prinzen von Dänemark gebührt.

 

3 Schauspieler*Innen on Stage, 5 Schauspieler*Innen aus der Konserve, 1 Live-Videokünstlerin, 2 Livekameras, über 100 Presets und unendliche Projektionsflächen nutzen Elemente der virtual reality, der bildenden Kunst, der Performance und kreieren gleichzeitig einen Live-Film. Popkulturelle Verführungsmethoden schaffen immer neue virtuelle Welten, die durch die Offenlegung der Mittel in ihrem Innersten zusammenfallen.

 

Sir Gabriel Trafique wurde 2012 unter dem Label Sir Gabriel Dellmann gegründet und wird von Björn Gabriel und Anna Marienfeld geleitet. Neben ihnen gehören in wechselnden Konstellationen Schauspieler*innen und Videokünstler*innen zur Gruppe. Die Arbeiten drehen sich um Fragen des Lebens und Zusammenlebens. Die Grundelemente der Inszenierungen (Text, Ausstattung, Visuelles und Akustisches) arbeiten mit Zitaten und fügen diese neu und in einem fragilen Orientierungslauf zusammen. Verschiedene Stile treffen aufeinander: Psychorealismus auf Agitprop auf Lichtkunstinstallation auf performative Interaktion.

 

AniYo Kore: Melody & Rene_ geboren in Dortmund und als Duo unterwegs. Seit 2010 hat sich ihr Sound über 4 Alben von den Wurzeln des Trip-Hop zu einem musikalischen Ufo entwickelt. Zweistimmiger Gesang entfaltet sich atmosphärisch über Kraut/Noize Gitarren, elektronisch verstärkte Bässe und loopartige downtempo Beats.
100% original _ keine cover _ keine samples _ keine presets

in 432 hz (www.aniyokore.de)

 

PREMIERE:FR 20.10.2017 um 20 Uhr
Eintritt Premiere:
VVK 15 € / 8 € erm.
AK 17 € / 10 € erm.
Nächste Vorstellungen:
SA 21.10.2017 um 20 Uhr
DO 09.11.2017 um 20 Uhr
FR 10.11.2017 um 20 Uhr
Eintritt:
VVK 14 € / 8 € erm.
AK 16 € / 10 € erm.


Text & Regie: Björn Gabriel
Produktionsleitung: Anna Marienfeld
Ausstattung & Kostüm: Anna Marienfeld & Björn Gabriel
Vision & Sound: Julia Gründer
Schauspiel: Lucia Schulz, Lukas Gander, Dominik Hertrich
Video-Schauspiel: Anna Marienfeld, Björn Gabriel, Mirka Ritter, Fiona Metscher
Assistenz: Jakob Voges, Hannah Köster

 

Eine Koproduktion von Sir Gabriel Trafique, dem Theater im Depot, der studiobühneköln und dem Rottstr5Theater Bochum.

 

Gefördert durch das Kulturbüro Dortmund, das Kulturamt der Stadt Köln, die Stadt Bochum und das NRW-Kultursekreteriat. 

2016

THEATERFESTIVAL FAVORITEN 2016

 

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PREMIERE!

POSER (SIC!) – GEBT GEDANKENFREIHEIT!

Eine multimediale Performance von Sir Gabriel Dellmann

 

Sir Gabriel Dellmann setzen ihre Erforschung der politischen Zustände fort. Diesmal geht es um das Intimste und das Äußerlichste: die Gedanken und die Posen. Eine wuchtige Performance über Grundfragen der Überwachungsgesellschaft, mit schamlosem Griff in die Schmuckkästen und Pralinenschachteln der Popkultur.

 

Vier Schauspieler*innen berichten von John le Posa – der nicht von ungefähr an den Marquis von Posa aus Schillers Don Karlos erinnert. Und den treibt Existenzielles um: Überwachung, Datensammelwut, alltägliche Kontrolle – wo genau geht es noch um den Menschen als denkendes, fühlendes Wesen, und wo nur noch um ein erfassbares Konglomerat von Zahlenfolgen, Algorithmen? Posa tritt an gegen die Vertreter des Status Quo und gerät ins Wanken und in die Schusslinie der Justiz und der öffentlichen Meinung. Zwischen Eigen- und Fremdbildern hin- und hergerissen, verliert er sich in den Weiten dieser digitalisierten Welt: Aufklärung oder Verschwörungstheorie, Fiktion oder eine glaub-würdige Realität?

 

Sir Gabriel Dellmann schreiben mit Video, Schauspiel und Sounds eine Tragikomödie der Freiheit in Zeiten der Vernetzung. Zwischen rasanter Video-Art, albtraumhaften Szenarien, Beats, Trash und Splatter entsteht ein multimedialer Rausch. Doch gerade in diesem Zustand wird das Denken vielleicht klarer. Wie verändert sich unser Verhalten, seitdem uns nach und nach dämmert, dass die eigenen Gedanken nicht mehr frei sind? Hören wir dann auf zu denken? Von wem sollen wir, wie Posa bei Schiller, noch fordern: „Gebt Gedankenfreiheit"?

 

Eine Koproduktion von Sir Gabriel Dellmann, Theater im Depot Dortmund, Rottstr 5 Theater Bochum und studiobühneköln. Gefördert durch das Kulturbüro der Stadt Dortmund, das NRWKultursekretariat, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, die Stadt Bochum und das Kulturamt der Stadt Köln.

 

Sir Gabriel Dellmann wurde 2012 vom Autor und Regisseur Björn Gabriel und der Bühnenbildnerin Stefanie Dellmann gegründet. Seit 2014 gehört Anna Marienfeld fest zum Leitungsteam. Neben ihnen gehören in wechselnden Konstellationen Schauspieler*innen und Videokünstler*innen zur Gruppe. Die Arbeiten drehen sich um Fragen des Lebens und Zusammenlebens. Die Grundelemente der Inszenierungen (Text, Ausstattung, Visuelles und Akustisches) arbeiten mit Zitaten und fügen diese neu und in einem fragilen Orientierungslauf zusammen. Verschiedene Stile treffen aufeinander: Psychorealismus auf Agitprop auf Lichtkunstinstallation auf performative Interaktion.

 

Premiere:
MI 28.09.2016 um 19:30 Uhr

DO 29.09. 2016 um 19:30 Uhr

Eintritt:

EARLY BIRD

(verbindliche Reservierung telefonisch oder per Mail bis 7 Tage vor der Veranstaltung)

Regulär 10,00 Euro
Ermäßigt* 6,00 Euro

ABENDKASSE
Regulär 14,00 Euro
Ermäßigt* 8,00 Euro

 

*Ermäßigung für Dortmund-Pass-Inhaber, Arbeitslose, Schüler*innen und Studierende.

Kids bis 14 Jahre haben freien Eintritt.

Es gilt auch das Sechserticket des Theaterfestival Favoriten 2016. 

 

Ort: Theater im Depot
Text & Regie: Björn Gabriel
Produktionsleitung: Anna Marienfeld
Ausstattung: Steffi Dellmann
Video: Björn Nienhuys, Tilmann Oestereich
Spiel: Martin Hohner, Fiona Metscher, Aischa-Lina Löbbert, Matthias Hecht

 

Karten gibt es unter ticket@theaterimdepot.de oder unter 0231.982 2336 (Kartenreservierung AB)